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Warum Unterstützung wichtig ist – teilt eure Erfahrungen

Thema: Typ F – Friends and Family

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  • Neuster Beitrag 24 Januar 2018
Susanne
hat kommentiert 22 September 2017
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Ob Mama, Papa, Bruder, Schwester, Grosseltern oder der beste Freund – für Menschen mit Diabetes ist es extrem wichtig, einen «Typ F» zu haben, der sie im Alltag seelisch und moralisch unterstützt. Im Internet finden sich viele, viele Erfahrungsberichte, in denen sowohl die Typ F-ler als auch die Diabetesbetroffenen vom Umgang mit Diabetes erzählen.

Eine dieser Geschichten möchte ich euch heute vorstellen: Lisa und Sabrina kennen sich seit ihrer Kindheit und sind beste Freundinnen – Lisa hat Typ 1 Diabetes und Sabrina ist Typ F-ler. Lisas Diabetes spielte nie eine grosse Rolle, bis die beiden zusammenzogen und Lisa eines Tages ins hypoglykämische Koma fiel. Sabrina reagierte instinktiv richtig und rief den Notarzt, doch die folgenden Stunden veränderten ihre Sicht auf den Diabetes: Mittlerweile weiss sie, dass es gefährlich werden kann, wenn man sich nicht richtig um ihn kümmert. Für sie ist es das wichtigste Verständnis zu zeigen und da zu sein, wenn man gebraucht wird. Hier kannst du das ganze Interview nachlesen.

Wie unterstützt du deine/n Liebste/n mit Diabetes im Alltag? Wir sind sehr gespannt auf deine Geschichten und Erfahrungen. :-)

Liebe Grüsse, Susanne

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Fabiano
Fabiano
hat kommentiert 27 September 2017
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Hallo Susy-Anne

Bin absolut deiner Meinung, dass sich ein ferständnisfolles Umfeld positif auf den Diabetes auswirkt.

Wie mich mein Froueli im Alltag unterstützt? Also ja, sie hilft mir mitdenken, ob ich jeweils alles dabei habe, zeigt Verständnis wenn ich am unterzuckern bin und eine kleine Pause brauche UND verteidigt mich gegenüber unverständnisvollen Mitmenschen wie ein Rottweiler sein Revier. Es ist ja nicht so, dass ich dies nicht selber könnte (oder tue), aber es ist einfach jedes Mal "härzig" anzuschauen

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  • Snowboarder83
  • Ruedi
Snowboarder83
hat kommentiert 22 Januar 2018
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Hallo Susanne

Als ich September 2015 Diabetes bekommen habe war ich auch Typ F.

Ich hab mit Diabetes schon führ kontakt nur hat mich das kaum interessiert und in der Familie wurde nicht viel darüber gesprochen weil man dazumal noch nicht recht viel darüber gewusst hat.

Bin eine Person wenn ich nicht betroffen bin interessiert es mich nicht oder nur wenig. Und sobald ich betroffen bin möchte ich alles Wissen dass ich mich am besten einstellen kann auf das was noch alles auf mich zukommt. Meine Onkel und Tante Vater Seitz haben alle Diabetes Typ 1 oder Typ 2. Später hat mein Vater auch Diabetes Typ 2 bekommen.

Mein Kollege seine Mutter hat auch Diabetes Typ 1 seit sie 18 Jahre alt ist aber erfahren hab ich es erst seit ich selber Diabetes hab da sie es sehr gut versteckt und es ist ihr manchmal unangenehm. Als sie erfahren hat von meinen Eltern dass ich auch Diabetes hab. Tauschen wir unsere Erfahrung mehrmals im Jahr aus. Sie kann mir sehr viele gute Ratschläge geben und ich hab ihr auch schon einige Ratschläge geben können.

Je länger ich mit Diabetes beschäftige fällt mir auf dass diese Immunkrankheit je mehr sie alle bekommen und das macht mich nachdenklich.

Die Ärzte sagen Diabetes bekommt man durch Stress, schlechte Ernährung, äussere Einflüsse oder ist vererbbar. Das heisst meine Kinder könnten es auch bekommen wegen mir? Aber dann hätte ich nicht Diabetes schon als ich ein Kind war Diabetes bekommen müssen?

Gruss Cyrill

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  • Andrea
Ruedi
Ruedi
hat kommentiert 22 Januar 2018
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Lieber Cyrill, so wie du denken viele Menschen und früher auch ich, was interessierte mich die "Krankheit" eines Anderen. Mir gings und geht es recht gut. Heute nehme ich viel vertiefter vom Schicksal mir bekannter Menschen Kenntnis, das interessiert mich viel mehr, als Sachen, auf die ich keinen Einfluss nehmen kann. (Weltgeschehen, Erbeben und andere Katastrophen) Heute verstehe ich gewisse Verhaltensweisen besser und kann auch jemandem zur Seite stehen, ohne ihm "gute Ratschläge" zu erteilen, die zwar gut tönen, aber nicht helfen.

Letzhin fragte mich ein Arzt, ob ich wüsste, warum ich Gicht/Rheuma habe, ich antwortete ihm, da gebe es verschiedene Meinungen und Thesen, die mir aber heute nicht mehr gross helfen würden. Heute muss ich damit leben, dass ich in meiner früheren Zeit ein paar "Sünden" zu viel begannen habe, aber trotzdem, ich würde wieder Fehler machen, die ich dereinst büssen müsste, auch wenn ich damals alles gewusst hätte. Ich weiss, dass die Erfahrung mit dem älter werden kommt und ich kenne niemanden, der in seinem Leben alles richtig gemacht hat.

Also lass ich die Vergangenheit ruhen und mache heute mein Bestes aus dem verbleibenden Leben.

In diesem Sinne, hinterfrage nichts, was du nicht ändern kannst oder willst!

Grüessli Ruedi "nebenan"

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  • Snowboarder83
  • Andrea
Martin_Ruegge
Martin_Ruegge
hat kommentiert 22 Januar 2018
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Hallo Cyrill
Ja, das ist oft so, erst wenn man eine Diagnose erhält, interessiert man sich für ein Krankheit. Es bringt ja auch nichts, sich über all die Krankheiten, die es gibt, zu informieren - da wird man nur krank davon!
Es kommt natürlich noch auf den Typ des Diabetes an! Der Typ 2 Diabetes ist, meines Wissens, keine Autoimmunerkrankung. Da ist die Ernährung einer der Risikofaktoren. Der Typ 2er ist auch derjenige, welcher sich stark ausgebreitet hat in den letzten Jahren.
Der Typ-1 hingegen ist eine Autoimmunerkrankung. Ob sie tatsächlich vererbt wird oder nicht, da streiten die Fachleute wir haben dieses Thema sogar schon einmal diskutiert. Du kannst unsere Meinungen hier nachlesen.

Das mit dem Vererben ist übrigens unglücklich formuliert. Man vererbt das Risiko, an Diabetes zu erkranken und nicht die Krankheit. Darum kommen die Kinder normalerweise ohne den Diabetes auf die Welt und werden eventuell dann später Diabetiker. Man geht davon aus, dass dann aber noch andere Faktoren dazukommen müssen, dass der Diabetes Typ 1 dann auftritt - oder dann eben nicht.

E liebe Gruess
Martin

Snowboarder83
hat kommentiert 22 Januar 2018
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Danke für tolle Rückmeldung Ruedi und Martin

Susanne
hat kommentiert 24 Januar 2018
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Lieber Cyrill

Danke für deinen ausführlichen Kommentar - ich finde es toll, dass du jemanden hast, mit dem du dich austauschen kannst! 😊 Ich glaube aber, es ist ganz normal, dass man die Dinge, die einen selbst nicht betreffen, etwas ausblendet bzw. verdrängt… Stell dir einmal vor, wir würden an allen Schicksalen einen riesen Anteil nehmen – irgendwann sind wir doch ganz überladen von Sorgen. Deshalb ist es, denke ich, ganz normal, dass man solche Dinge mit Abstand anschaut.

Aber klar, sobald man selbst, ein nahes Familienmitglied oder ein enger Freund betroffen ist, ändert sich die Situation und der Fokus verändert sich.

Wünsche dir einen sonnigen Nachmittag! 😊

Liebe Grüsse, Susanne

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