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neuer Blog Beitrag: Die Parallelen zwischen Profi-Sport und Diabetes

Thema: Sport und Freizeit

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  • Neuster Beitrag 20 Juni 2019
Nadine
Nadine
hat kommentiert 23 Mai 2019
1 0

Jan Neuenschwander erklärt in seinem neusten Blogbeitrag, welchen Einfluss der Diabetes auf die Entwicklung seiner Persönlichkeit und seine Disziplin im Spitzensport hat(te). 🏒Hier lang zu diesem spannenden Bericht.

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  • Snowboarder83
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Snowboarder83
hat kommentiert 23 Mai 2019
0 0

Sehr Interessanter Beitrag leider kann ich noch nicht gross mit sprechen aber hab meine Erfahrungen mit Sport und Diabetes schon öfters gemacht.

Jan_n
Jan_n
hat kommentiert 05 Juni 2019
3 0

Liebe Mitglieder

Hat der Diabetes euch nicht auch in irgendeiner Weise beeinflusst? Vielleicht spielt es eine Rolle in welchem Alter man Diabetes bekommt etc.

lg 

jan

Littlejune
hat kommentiert 07 Juni 2019
3 0

Der Diabetes beeinflusst einen natürlich das ganze Leben in irgendeiner Form.

Da ich auch damit aufgewachsen bin, kenne ich auch die ganzen Situationen, wie du sie im Blog beschrieben hast @Jan_n . 

Sport begleitete mich schon seit klein auf. Mit 4 Jahren wurde ich in die Skischule geschickt und im Kindergartenalter ging ich da schon ins Kinderturnen. In der Primar, fing ich dann mit Leichtathletik an, paar Jahre später folgte Synchronschwimmen und ich war noch im Handball- und Korbballverein. Mit 14 Jahren stieg ich aufs Snowboard um, nahm an Events teil, da ich zuvor schon als ich nur Ski fuhr, auch bereits an Rennen teilnahm, setze ich dies dann mit dem Snowboard fort. Skier waren dann nicht mehr so meins, sondern mein Fokus lag auf dem Brett. Wurde damals dann auch von Nokia gesponsert. Nebenbei machte ich auch sonst noch sehr viel Sport, Ausdauer und Kraft. Ehrlichgesagt gabs sogar ne Zeit, da war ich so gut 20zig, da war ich wirklich süchtig danach. Hatte beim arbeiten immer auf die Uhr geschaut, wann ich endlich Feierabend hatte und Sport machen konnte. War auch so, dass ich vor der Arbeit eine Trainingseinheit absolvierte, in meiner Mittagspause eine und nach Feierabend, dann auch noch 2 Stunden. 

Das alles brauchte im Bezug auf meinen Diabetes, natürlich auch sehr viel Verantwortung und Disziplin. Einfach so drauf los machen, war nicht. Vorher musste alles immer schön abgecheckt werden. Naja zugegeben, manchmal checkte ich auch nicht immer so brav alles ab, die Quittung dafür bekam ich dann meist umgehend serviert...

Diabetes war aber nie bei all den Sachen ein Hinderniss, war auch nie wirklich Thema für mich. Einzig, als ich Tauchen lernen wollte, hiess es, ich darf nicht auf Grund meines Typ 1 Diabetes. Heute ist das auch nicht mehr so,  Diabetiker dürfen nun auch Tauchen lernen. Nur habe ich heute kein Interesse mehr daran.

Ohne Diabetes wäre ich sicher nicht so Verantwortungsbewusst. Das hat mich garantiert geprägt. Was die Disziplin angeht, hm ja klar, braucht es Disziplin, wenn man Diabetes hat. Nur hab ich die, wie wohl jeder andere Betroffene, auch nicht immer. Im Sport braucht es auch Disziplin und vorallem Ehrgeiz. Ich kann nicht sagen, ob mein Diabetes auch meine Disziplin geprägt hat, oder der Sport. Denn eigentlich war/bin ich gar nicht so diszipliniert, wie ich es sein sollte, was den Diabetes angeht. Ich denke nicht, dass der Diabetes mich da gepgägt hat. Glaube meine Disziplin wäre genau gleich, auch ohne Diabetes. Ist dann wohl bei mir ne Typfrage. Beim Sport, wars wohl auch mehr der Ehrgeiz und der Fun daran, der mich antrieb. 

In was mich der Diabetes ganz klar auch geprägt hat, ist dass mich nichts so schnell umhaut und dass ich Dinge so nehme wie sie sind, denn man kann sie nicht immer ändern. Ich schaue vorraus und nicht zurück. Den Diabetes hab ich, ob ich wollte oder nicht, da bleibt mir auch nichts anderes als es hinzu nehmen und das beste daraus zu machen. Quasi: friss oder stirb. Darum jammere ich bei vielen Sachen gar nicht erst rum, wie andere, sondern akzeptiere die Tatsachen und mach aus allem das Beste draus 😉

 

Andreas
hat kommentiert 13 Juni 2019
3 0

"Feel like new born" nach der Diagnose...

Somit bin ich sehr dankbar um Wendepunkt und "meinen" neuen Sport.

Martin_Ruegge
Martin_Ruegge
hat kommentiert 19 Juni 2019
3 0

Toll geschrieben, lieber @Jan_n 
Mir geht es sehr ähnlich, ich denke , dass mich mein Diabetes sehr geformt und mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Ich habe dies in einem früheren Artikel auch beschrieben.
Ich glaube, es war der Beitrag, als ich damals MdM war. Nur leider finde ich den Beitrag nicht mehr. In der Suchfunktion unter Mitglied des Monats oder meinem Namen finde ich ihn nicht mehr - ich glaube, so eine Liste, wie sie kürzlich @Littlejune schon gesucht hat, wäre da evtl. hilfreich.

Auf jeden Fall hat mich mein Diabetes gelernt, Verantwortung zu übernehmen, diszipliniert zu sein, auf meinen Körper zu hören, etc. Das sind alles Eigenschaften, die durchaus hilfreich sind, wenn man sportliche (oder auch sonstige) Ziele verfolgt, selbstständig arbeitet, etc....
E liebe Gruess
Martin

Nadine
Nadine
hat kommentiert 19 Juni 2019
2 0

Martin_Ruegge schreibt:

Toll geschrieben, lieber @Jan_n 
Mir geht es sehr ähnlich, ich denke , dass mich mein Diabetes sehr geformt und mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Ich habe dies in einem früheren Artikel auch beschrieben.
Ich glaube, es war der Beitrag, als ich damals MdM war. Nur leider finde ich den Beitrag nicht mehr. In der Suchfunktion unter Mitglied des Monats oder meinem Namen finde ich ihn nicht mehr - ich glaube, so eine Liste, wie sie kürzlich @Littlejune schon gesucht hat, wäre da evtl. hilfreich.

Auf jeden Fall hat mich mein Diabetes gelernt, Verantwortung zu übernehmen, diszipliniert zu sein, auf meinen Körper zu hören, etc. Das sind alles Eigenschaften, die durchaus hilfreich sind, wenn man sportliche (oder auch sonstige) Ziele verfolgt, selbstständig arbeitet, etc....
E liebe Gruess
Martin

 Ich habe deinen Beitrag schnell gesucht (&gefunden) . Das wäre dieser hier!

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Jens
hat kommentiert 20 Juni 2019
4 0

Ja die Diagnose Diabetes hatte mich ja ganz schön durchgeschüttelt. Als energieloser, fauler "was auch immer" würde ich mich nachträglich bezeichnen. Sitzend, meist liegend wollte ich schon mit 53 Jahren meinen Lebensabend resp. meine Freizeit "geniessen". Das Blatt hat sich wohl dank der Diagnose Diabetes nochmals gewendet. Ich konnte mich aufraffen und bekam wieder Freude am selber Sport machen, um in die normalen Werte zu kommen. So gehe ich je nach Jahreszeit 1-2x/Woche in die Muki-Bude. Mit dem Sitzball trainiere ich das Gleichgewicht (im Winter). Stundenlanges biken macht mir unglaublichen Spass, aber ich gehe auch sehr gerne zum wandern, skitouren, bergsteigen zusammen mit meiner Frau und/oder mit Kumpels. Das Gesellige kommt dabei nie zu kurz Der Sport verändert so einiges (Ernährung, Motivation, Durchhaltewille....) und ich geniesse mein jetziges Leben mehr als zuvor auf dem Sofa.

Dass du deinen Traum zum Beruf machen konntes finde ich ganz toll lieber Jan. Ich wünsche dir noch viele verletzungsfreie und erfolgreiche Profijahre. Gib alles, nur nicht auf

Gruss Jens

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