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Die Angst im Schlaf

Thema: Aus dem Alltag

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  • Neuster Beitrag 17 Mai 2019
Snowboarder83
hat kommentiert 19 März 2019
2 0

Mich beschäftigt schon seit langen dieses Thema „Selbstmord mit Insulin“.

Da die Nachbarin seit sie 18 Jahre jung war an Diabetes Typ 1 erkrankt ist aber erst gut sechs Jahre jetzt erst ich weiss oder mir bewusst ist diskutieren wir ab und zu über Diabetes und die neusten Technik und sie hat mir schon viele Sachen die sie mit Diabetes erlebt hat ihrem Leben erzählt. Eines hat mich sehr schockiert da sie schon einige Mal an einem Komatod vor bei kam. Ich hab mich gefragt und von andern Leuten gelesen oder gehört dass sie wieder zurück kamen und es wieder normal weiter ging. Aber bei ihr nicht wieso das? Aber es gibt auch im Internet Bericht das gewisse Personen sich mit Insulin das Leben genommen haben oder andern Menschen das Leben von andern genommen haben. Kann man wirklich sterben und warum bringt die Glukosespritze auch in diesem Zustand nichts mehr oder war das nur der fall bei ihr so oder haben noch andere solche Sachen selber oder von andern Diabetiker und Diabetikerinnen gehört. Nur danke Hilfe von der Familie und der Sanitäter konnte man sie im Spital wieder zurückholen.

Nur hat sie vorher Dexcom 4, 5 und jetzt auch 6 und war nicht mal mit solchen Hilfsmittel 100% sicher das heisst man hat nie 100% Garantie das solchen Hilfsmittel die Sicherheit gibt das man in der Nacht einen zu tiefen und nicht spürbaren BZ hat?

 

Habt Ihr auch solche Erfahrungen selber gemacht oder von jemanden so was Ähnliches gehört?

Im Internet kann man von solchen Geschichten auch lesen aber ich trau dem Internet nicht. Und die Geschichte von der Nachbarin finde ich recht übertrieben oder kommt mir das nur so rüber.

Denn ich hatte sicher schon einige tiefe Werte in der Nacht. Da bin ich schon erwacht und konnte mein BZ-Wert messen und mit Wasser die Traubenzucker herunter schlucken das mein BZ wieder nach oben ging. Und dann gab es sicher auch Nächte da hab ich von meinen tiefen Wert nichts gemerkt und einfach am Morgen astronomischer hoher Wert gehabt. Gemäss Diabetologen und Hausarzt sind das Ergebnisse von tiefen Werten in der Nacht.

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Ruedi
hat kommentiert 19 März 2019
2 0

Es kann Werte, die zu hoch oder zu tief wirklich geben, doch glaube ich mit einem Dexcom 6, das richtig eingestellt ist, sollte einem die Alarmfunktion des Gerätes frühzeitig warnen, aber das kann dir dann sicher der Kochmeister3000 oder Fabiano viel besser erklären.

Ich hatte früher ab und zu eine Unterzuckerung, doch heute praktisch nicht mehr, auch wenn das FSL mit der Sensormessung etwas daneben liegt, bei Unsicherheit messe ich dann "blutig" nach und so komme ich rasch in die "Wirklichkeit" zurück, d.h. die Sensormessung erweist sich dann als zu tief und ich kann beruhigt weiter schlafen!😉

Ja, es gibt wahre Geschichten von Leuten, die komatös geworden sind, auch in einem Blog erzählte dies eine Person, die jemanden im noch richtigen Moment angetroffen hat, ihr war das seltsame Verhalten der Person aufgefallen und sie hat richtig reagiert. (Notarzt!)

Aber es gibt auch Personen, die gerne ein bisschen übertreiben.............

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Kochmeister3000
hat kommentiert 19 März 2019
2 0

Unterzuckerungen im Schlaf sind nicht gut. Das ist unbestritten. Allerdings halte ich die Gefahr eines plötzlichen Ablebens aufgrund einer Unterzuckerung für sehr gering. Da müsste viel im Argen liegen. Aber natürlich schliess ichs nicht aus. Das Problem liegt eher in den Auswirkungen, die solche Hypos auf unser Herz, unser Hirn und unsere Gefässe über Jahre haben können, daher lohnt es sich, bei einer Neigung zu nächtlichen Hypos das Thema CGMS näher zu betrachten. Sowas ist nämlich ein guter Grund, dass so ein Gerät bewilligt wird. Es warnt und weckt dich. Auch schon bevor du unterzuckerst.

Sprich unbedingt mit deinem Arzt darüber. Falls er noch Argumente für die Bewilligung braucht.

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Littlejune
hat kommentiert 19 März 2019
2 0

Oh ein sehr schönes Thema dass du hier ansprichts Lieber @Snowboarder83 also das Thema selber ist natürlich nicht schön, aber dass du es zum Thema gebracht hast.

Im Februar wurde ich in der Nacht bewusstlos ins Spital eingeliefert. Zuvor hatte ich ein Hypo, ich konnte mir noch selber helfen, war aber danach ziemlich geplättet, hatte auch kalt und war sehr sehr müde. Es dauerte etwa gut 30 Minuten ich hatte wieder ein Hypo, diesmal konnte ich mir nicht selber helfen, ich war zwar bei Bewustsein aber ich war nich in der Lage mich zu Bewegen, sprechen, respektiv vor mich hin lallen konnte ich. Glucagonspritze wurde gesetzt, brachte aber nicht wirklich viel, den Grund dafür nenne ich später, ja jedenfalls wurde ich dann Bewustloss und wurde mit dem Krankenwagen ins Spital eingeliefert. Ich war gut 1 Std. bewusstlos. Danach hatte ich einige kognitive schwierigkeiten,  verwirrt war ich nicht wirklich lange, aber das kognitive defizit hielt etwa 2 Wochen an. Warum passierte mir das? Ich hatte einige Tage frei, waren in den Bergen, an diesem Tag trank ich zwei Jägertees, was kein Thema ist, aber Alk wirkt 12 Std nach und darum konnte die Glucagonspritze auch nicht ihre volle Wirkung entfalten und ich da auch bereits mein zweites Hypo hatte.

Die Glucagonspritze wirkt nur wenn keine Alk im Spiel ist, da die Leber dann mit den Abbau von Alk beschäftigt ist. Also etwas alk fällt nicht so ins Gewicht. Zudem wirkt die Glucagonspritze auch nicht, wenn man gefastet hat oder sonst sehr wenig gegessen hat und wenn ein schwereres Hypo schon vorhet stattgefunden hat, dann wirkt das Glucagon nicht. Denn Glucagon steigert den Abbau von Glykogen in der Leber und erhöt somit den Blutzucker. Fastet man, kann kein Glykogen abgebaut werden, da das für das Speichern von Kohlenhydraten und Stärke in der Leber und Muskeln, respektiv in deren Zellen zuständig ist, jedenfalls so in etwa grob erklärt.

Das Hirn funktioniert nur mit Zucker, es kann diesen auch nicht im Hirn speichern, darum sind wir bei einem Hypo verwirrt, haben Wortfindungsstörungen, oder lallen und können Bewustlos werden und auch zu krampfanfällen neigen. 

Das mit dem in der Nacht an einem Hypo sterben ist das „tod im Bett Syndrom“ oder anders genannt, der Sekundentod. Dabei handelt es sich um einen Herzinfakt. Typ1 Diabetiker sind öfters davon betroffen, ich kenne die Statistik dazu nicht. Jedenfalls ist man dann einfach tod während man im Schlaf lag, wenn jemand einfach so stirbt, wird eine Autopsie durchgeführt und bei Typ1 Diabetikern zeigte sich, dass vorher immer ein Hypo war. Darum ist es auch sehr gefährlich als Diabetiker massiv Alk getrunken zu haben und dann schlafen zu gehen. 

Aber man stirbt noch lange nicht, nur weil man im Schlaf unterzuckert. Erlebte ich schon öfters. Am Morgen hat man dann einfach höhere Werte, Kopfschmerzen, fühlt sich schlapp und evt. Muskelschmerzen. 

Letzens hatte ich durch ein Therapiefehler auch sehr tiefe Werte, wurde aber nicht Bewusstlos, obwohl dann auch kein Wert mehr angezeigt wurde sondern nur noch Low. Das war dann natürlich auch in der Nacht. Der BZ wollte nicht wirklich hoch, obwohl ich etliches in mich reinstopfte, da hiess es dann halt auch Wecker alle 30 Min stellen, damit ich nicht in den Tiefschlaf  geriet, BZ checken, Kohlenhydrate nachschieben. Solche Situationen sind echt beschissen! Aber kann passieren. In der Nacht hatte ich natürlich schon auch angst, dass ich einen Schlaganfall oder einen Herzinfakt bekommen könnte. Denn dies könnte passieren. Ich habe schon sehr viiiieeeellle Hypos und auch hypers gehabt, war schon sehr oft wegen Hypos bewustlos, mal länger, mal kürzer, gestorben bin ich bis heute noch nicht 😜 Aber ich hatte Nachwehen, wenn die dann doch heftiger waren oder eben die Bewustlosigkeit länger andauert. Zudem mache ich mir für meine Zukunft schon auch Sorgen, dass ich vielleicht mal Dement werden könnte durch all die Hypos. 

Tod durch eine Überdosis Insulin ist möglich. Nur würde ich dies niemanden empfehlen. Denn der Körper wird gegen regulieren. Wenn man pech hat, überlebt man mit einem Hirnschaden....

 

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Fabiano
Fabiano
hat kommentiert 20 März 2019
3 0

@Snowboarder83 

Ich verstehe eine Ängste und Sorgen sehr gut. 

Was ich dir persönlich raten und empfehlen kann ist folgendes:

  • Lies nicht zuviel solche Horrorgeschichten im Internet. Vieles davon ist nicht wahr bzw. masslos übertrieben. Schon wenn man nur bei Google "Oberbauchschmerzen" eingibt, kommt als erstes "Bauchspeicheldrüsenkrebs" heraus, obwohl es 100 andere, viel wahrscheinlichere Gründe dafür gibt, weisst du wie ich meine?
  • Ich trage ja seit geraumer Zeit den Dexcom G6 und dort gibt es wirklich eine wunderbare (sorry Roche ) Funktion, welche dir auf alle Fälle etwas mehr Sicherheit in der Nacht geben kann und zwar die Funktion "bald niederiger Wert"

 

Manchmal fällt der Gewebeglukosespiegel schnell. Die neue Warnung „bald niedriger Wert (dringend)“ beim Dexcom G6 informiert Sie 20 Minuten im Voraus, bevor Sie 3,1 mmol/l (55 mg/dl) erreichen, damit Sie schnell reagieren können, um ein potenziell schweres hypoglykämisches Ereignis zu vermeiden.

Ich habe das in der Nacht so programmiert. Du könntest es ja auch während dem Tag mal so einstellen und somit testen, ob das alles auch so funktioniert.

Da ich seit dem tragen des Dexcom nur selten Hypos habe und in der Nacht eher hoch als zu tief bin, habe ich die Alarmfunktion noch nicht viel brauchen müssen (nur 1x, damals hats funktioniert). Aber ich bin überzeugt, dass sie funktioniert.

 

 

Martin_Ruegge
Martin_Ruegge
hat kommentiert 20 März 2019
2 0

Lieber Snowboarder
ich wiollte nun loslegen und erklären, dass im Normalfall das Risiko für ein tödliches Hypo in der Nacht sehr tief ist. Ich wollte dann erklären, dass es aber Situationen gibt, wo das Risiko grösser ist - Fasten, starke sportliche Betätigung, Alkohol (oder erst recht die Kombination davon), kohlehydratfreie Ernährung und eine wirklich gewaltige Überdosis an Insulin, um ein paar zu nennen. Aber das haben Dir meine Vorschreiber ja alle schon wunderbar erklärt.
Selbstmord durch Insulin ist durchaus machbar, ich stelle aber hier nun lieber keine Anleitung dazu ins Netz, das könnte heikel werden! Darum gibt es solche Geschichten, aber so wie alle andern auch, habe ich schon manches Hypo verschlafen und lebe immer noch! Und zwar sehr gut!
E liebe Gruess
Martin

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  • Littlejune
abcDE123
hat kommentiert 20 März 2019
2 0

Ich hatte dann in der Nacht Schweissausbrüche, weil der Zucker sich in der Nacht nicht optimal abbaute. Am Morgen ging es mir jeweils gut und ich hatte keine Nachchwehen. Mein Arzt sagte dann, dass der Zuckerspiegel zu schnell sank und sich wieder auffangen musste und dann halt zu hoch wurde. Ich nehme jetzt Morgends und Abends ein Metformin und ein Diamicron und Mittags nur ein Metformin. Jetzt ist alles wieder palletti und die Schweissausbrüche sind weg. Der Körper hat sich halt in den 16 Jahren an die Tabletten gewöhnt. Ich hatte immer die gleichen Tabletten und die gleiche Dosis. Einen Hypo habe ich zum Glück noch nie erlebt und ich denke, das ist echt "strub". Aber die Geschichte deiner Nachbarin, lieber Snowboarder, erscheint mir doch etwas stark. Wenn sie das erlebt hat, dann ist sie sicher eine Ausnahme.

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  • Snowboarder83
  • Littlejune
Snowboarder83
hat kommentiert 20 März 2019
1 0

Danke für die sehr detaillierten Rückmeldungen.

Das heisst dann bin ich schon mit 50 Demet wo andere erst mit 70 Demet werden? Ja alleine oder wenn auch in einer WG wohnst die andern merken es ja nicht wenn es in deinem Zimmer geschieht darum kommt es nicht wirklich drauf an ob alleine wohnst. Sondern es ist sicher am besten wenn man die richtige Technik hat.

Schade das Dexcom 6 der einzige ist mit dieser Funktion aber ich möchte nicht schon nach Wochen schon wieder wechseln sondern möchte es Monate oder Jahre tragen können. Darum würde ich mich schon mehr für das Eversense XL System entscheiden und diese Funktion halt ohne wählen.

Ja angeblich hat sie es so erlebt also die Familie erzählt es ihr so weil sie weiss von nichts mehr. Ja kann sein das ihr Mann und Sohn es sehr übertreiben da sie nicht mehr weiterhelfen können als nur die Ärzte.

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Nadine
Nadine
hat kommentiert 20 März 2019
2 0

Littlejune schreibt:

Oh ein sehr schönes Thema dass du hier ansprichts Lieber @Snowboarder83 also das Thema selber ist natürlich nicht schön, aber dass du es zum Thema gebracht hast.

Im Februar wurde ich in der Nacht bewusstlos ins Spital eingeliefert. Zuvor hatte ich ein Hypo, ich konnte mir noch selber helfen, war aber danach ziemlich geplättet, hatte auch kalt und war sehr sehr müde. Es dauerte etwa gut 30 Minuten ich hatte wieder ein Hypo, diesmal konnte ich mir nicht selber helfen, ich war zwar bei Bewustsein aber ich war nich in der Lage mich zu Bewegen, sprechen, respektiv vor mich hin lallen konnte ich. Glucagonspritze wurde gesetzt, brachte aber nicht wirklich viel, den Grund dafür nenne ich später, ja jedenfalls wurde ich dann Bewustloss und wurde mit dem Krankenwagen ins Spital eingeliefert. Ich war gut 1 Std. bewusstlos. Danach hatte ich einige kognitive schwierigkeiten,  verwirrt war ich nicht wirklich lange, aber das kognitive defizit hielt etwa 2 Wochen an. Warum passierte mir das? Ich hatte einige Tage frei, waren in den Bergen, an diesem Tag trank ich zwei Jägertees, was kein Thema ist, aber Alk wirkt 12 Std nach und darum konnte die Glucagonspritze auch nicht ihre volle Wirkung entfalten und ich da auch bereits mein zweites Hypo hatte.

Die Glucagonspritze wirkt nur wenn keine Alk im Spiel ist, da die Leber dann mit den Abbau von Alk beschäftigt ist. Also etwas alk fällt nicht so ins Gewicht. Zudem wirkt die Glucagonspritze auch nicht, wenn man gefastet hat oder sonst sehr wenig gegessen hat und wenn ein schwereres Hypo schon vorhet stattgefunden hat, dann wirkt das Glucagon nicht. Denn Glucagon steigert den Abbau von Glykogen in der Leber und erhöt somit den Blutzucker. Fastet man, kann kein Glykogen abgebaut werden, da das für das Speichern von Kohlenhydraten und Stärke in der Leber und Muskeln, respektiv in deren Zellen zuständig ist, jedenfalls so in etwa grob erklärt.

Das Hirn funktioniert nur mit Zucker, es kann diesen auch nicht im Hirn speichern, darum sind wir bei einem Hypo verwirrt, haben Wortfindungsstörungen, oder lallen und können Bewustlos werden und auch zu krampfanfällen neigen. 

Das mit dem in der Nacht an einem Hypo sterben ist das „tod im Bett Syndrom“ oder anders genannt, der Sekundentod. Dabei handelt es sich um einen Herzinfakt. Typ1 Diabetiker sind öfters davon betroffen, ich kenne die Statistik dazu nicht. Jedenfalls ist man dann einfach tod während man im Schlaf lag, wenn jemand einfach so stirbt, wird eine Autopsie durchgeführt und bei Typ1 Diabetikern zeigte sich, dass vorher immer ein Hypo war. Darum ist es auch sehr gefährlich als Diabetiker massiv Alk getrunken zu haben und dann schlafen zu gehen. 

Aber man stirbt noch lange nicht, nur weil man im Schlaf unterzuckert. Erlebte ich schon öfters. Am Morgen hat man dann einfach höhere Werte, Kopfschmerzen, fühlt sich schlapp und evt. Muskelschmerzen. 

Letzens hatte ich durch ein Therapiefehler auch sehr tiefe Werte, wurde aber nicht Bewusstlos, obwohl dann auch kein Wert mehr angezeigt wurde sondern nur noch Low. Das war dann natürlich auch in der Nacht. Der BZ wollte nicht wirklich hoch, obwohl ich etliches in mich reinstopfte, da hiess es dann halt auch Wecker alle 30 Min stellen, damit ich nicht in den Tiefschlaf  geriet, BZ checken, Kohlenhydrate nachschieben. Solche Situationen sind echt beschissen! Aber kann passieren. In der Nacht hatte ich natürlich schon auch angst, dass ich einen Schlaganfall oder einen Herzinfakt bekommen könnte. Denn dies könnte passieren. Ich habe schon sehr viiiieeeellle Hypos und auch hypers gehabt, war schon sehr oft wegen Hypos bewustlos, mal länger, mal kürzer, gestorben bin ich bis heute noch nicht 😜 Aber ich hatte Nachwehen, wenn die dann doch heftiger waren oder eben die Bewustlosigkeit länger andauert. Zudem mache ich mir für meine Zukunft schon auch Sorgen, dass ich vielleicht mal Dement werden könnte durch all die Hypos. 

Tod durch eine Überdosis Insulin ist möglich. Nur würde ich dies niemanden empfehlen. Denn der Körper wird gegen regulieren. Wenn man pech hat, überlebt man mit einem Hirnschaden....

 

 Ein sehr rührender & schockierender Beitrag! Das tut uns so Leid liebe @Littlejune. Wir wünschen dir viel Kraft und Ausdauer! ☘

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  • Snowboarder83
  • Ruedi
Littlejune
hat kommentiert 20 März 2019
4 0

Was ich hier anmerken möchte, es ist mir bewusst, dass meine Erfahrungen hier für Aussenstehende schockierend rüber kommen können. Aber mir geht es gut, ich habe zwar einen Diabetes der nicht immer so leicht einzustellen ist, aber ich bin damit gross geworden, hypos, Bewusstlosigkeit oder Ketosen sind für mich darum nichts was mir eigentlich angst macht. Für aussenstehende kann es krass wirken, für mich ist es das nicht. Logisch da in der einen Nacht hatte ich schon Angst dass was passieren würde, aber ich steigere mich da dann auch nicht allzu sehr hinein. Die war halt da weil paar Std früher ich bereits ein Hypo hatte und 1std etwa brauchte bis der Wert wieder okay war. Und dann in der Nacht wieder das selbe.

Was ich den anderen durch meine Erfahrungen mitgeben will, ist eigentlich nicht angst zu machen, sondern die ihnen nehmen. Ich weiss Hypos in der Nacht sind für viele horror oder eine Bewusstlosigkeit durch nen Hypo. Aber es kann nichs passieren, also es müssten schon noch ziemlich viele andere Faktoren zusammen spielen. @Emmanuelle schrieb ihn ihrem Bericht auch, dass sie mal 3std bewusstlos im Auto lag. Sie erwachte auch wieder. Ich fand da das eher krass, dass sie im Parkhaus war mit Kleinkindern und niemand hat reagiert. Aber das ist ein anderes Thema.

Es gibt den Sekundentod und ja Diabetiker haben dafür ein grösseres Risiko, man kann ins Koma fallen bei nem hypo und hyper, man kann auch nicht mehr aufwachen oder irreversible Schäden davon tragen. Aber dafür muss wirklich einiges schief laufen. Selbst ich war mal so sturz betrunken, das war mit anfangs 20, dass ich wegen dem Alk weggetreten bin. Ich hatte da Glück, weil ich war immer mal wieder kurz da und meine Freunde haben mich auch nach Hause gebracht und sich um mich gekümmert. Klar hätte böse enden können, aber selbst als Diabetiker kann man auch mal Partys feiern wie sie fallen. Nur darf man einfach nicht alleine sein und einfach schlafen gehen, wenn man so massiv getrunken hat. 

Die Psyche spielt eine grosse Rolle beim Diabetes. Diabetes ist eine Erkrankung mit der kann man leben, die Psyche kann einem mehr das Leben schwer machen, wenn man sich zuviele Sorgen um seinen Diabetes macht. 

Ich mag nicht unbedingt ein gutes Beispiel sein im Umgang mit meinem Diabetes, klar er ist nicht so einfach einzustellen, aber manchmal trage ich auch nicht viel dazu bei, dass es etwas besser wäre, trotzdem, möchte ich einfach vermitteln, macht euch nicht zuviele Sorgen, so einfach stirbt sich nun auch nicht.

Kochmeister3000
hat kommentiert 20 März 2019
5 0

Erst kürzlich stand irgendwo zu lesen, dass eine junge Frau an den Folgen ihres Typ-1-Diabetes verstorben ist. Für Aussenstehende ist klar, Diabetes kann also tödlich enden. Für uns Insider könnte sich aber auch ein Zweifel aufdrängen. Ist die Frau nun verstorben, weil sie eine dermassen starke Über- oder Unterzuckerung hatte, dass der Körper einfach nicht mehr konnte? Ist die Frau durch eine Hypo ohnmächtig geworden und hat sich den Kopf blöd gestossen? Hat ihr Tod eine völlig andere Ursache, sie hatte aber halt zusätzlich auch noch Diabetes? Man weiss es nicht. Und für den kommunen Journalisten, der sich nicht speziell damit auskennt und durch den Spardruck in den Redaktionen auch keine Zeit hat, sich genügend damit auseinanderzusetzen, ist eine verstorbene Frau, die Diabetes hat, dann halt daran verstorben. Ist ja schliesslich eine chronische Krankheit, da lupfts schon mal den einen oder anderen.

Littlejune
hat kommentiert 20 März 2019
4 0

Da sprichts du auch was sehr wichtiges an @Kochmeister3000 ist wie auch im Spital. Geht man wegen einem Beinbruch hin oder sonst was eher unspektakulärem, gibt es Komplikationen, weil vielleicht eben doch etwas geschlampt wurde, heisst es, es kommt vom Diabetes. Als Diabetiker hat man immer gleich verloren. The same beim Autofahren, macht man einen Unfall, wars ganz klar wegen dem Diabetes. Und genau wie du da beschreibst, die Frau hätte auch zb. Bewusstlos geworden sein können, weil ihr Blutdruck absackte, blöd den Kopf gestossen, zack tod. War dann natürlich wegen dem Diabetes, wie könnte es auch anders sein. Leute die unwissend sind verbreiten damit so halbwahrheiten und Betroffene werden damit verunsichert, vorwiegend neu Diagnostizierte, darum gut gibts das Forum hier. Hier sind Betroffene aktiv die wissen wie der Diabeteshase hoppelt. 

Littlejune
hat kommentiert 20 März 2019
3 0

@Snowboarder83 nein nein dass bedeutet nicht dass du mit 50 Demenz bekommst. Das Risiko dafür, daran zu erkranken ist bei vielen starken Hypos grösser, muss aber nicht eintreffen. 

Was ich schon hatte nach Hypos mit Bewusstlosigkeit, waren kleinere Gedächnisslücken,  aber nur von Dingen die vor dem Hypo erfolgten. Oder halt mal kognitive Störungen, die äusserten sich in verminderter Aufnahmefähigkeit, konzentrationsschwäche, oder leichten Wortfindungsstörungen. Aber das hat sich wieder regeneriert. Klar ich mache mir Gedanken was ich alles in den nächsten 30,40,50 Jahren für Folgen noch davon tragen könnte, aber das alles muss nicht eintreffen. Guck @Andreas53 er lebt seit 60 Jahren damit und wird sicher auch einige hypos in seinem Leben gehabt haben und er erinnert sich auch noch gut an seine Zeiten als Jugendlicher 😉

Fabiano
Fabiano
hat kommentiert 20 März 2019
4 0

Hatte mal eine gewisse Zeit mit Schwindel zu kämpfen. Sagt man dieses Wort zu einem Arzt, bekommt dieser meist Schweissausbrüche (schwieriges Thema also).

Nach diversen resultatlosen Untersuchungen ging ich dann zu einem HNO-Arzt (Hals-Nasen-Ohren, oder in diesem Fall auch "Henne narzisstischer Otto"). Nach den dortigen Untersuchungen sagte er zu mir, von seiner Seite her sei alles in Ordnung und er gehe also davon aus, dass der Schwindel vom Diabetes kommt. Ich fragte wie er das meine. Seine Antwort: "Ja das können bereits Nervenschädigungen des Gehirns sein". Ich erwiderte sofort und angepisst "Nein, ich habe eine zu gute EInstellung für sowas", seine Antwort: "Kann trotzdem gut sein". Was für ein Trottel!

Unwissende Ärzte versuchen oft vieles dem Diabetes in die Schuhe zu schieben. Aber sind wir ehrlich, wir als Experten für unser Leben wissen es meist besser, oder nicht?

Martin_Ruegge
Martin_Ruegge
hat kommentiert 20 März 2019
3 0

Ja, das ist ein wichtiges Thema - und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ist da oft nicht so differenziert. Ich kannte einen jungen Diabetiker, der hatte in der pubertären Phase oftmals die Nase voll von all dem - und hat dann einfach ein paar Tage das Spritzen sein lassen, bis man ihn dann tatsächlich ohnmächtig gefunden und ins Spital gebracht hat. Das passierte ihm mehr als 1x! Mangelnde Konsequenz, schlechte Motivation, pubertäre Flausen, verständliche Überforderung mit Diabetes und erwachsenwerden und...... - was auch immer die Gründe sind, die Beteiligten, die ihn nicht kennen, sehen nur "den Diabetiker" im Koma.
@Snowboarder: Wieso denkst Du jetzt, dass Du mit 50ig dement wirst?

Kochmeister3000
hat kommentiert 20 März 2019
4 0

Der Seich beim Diabetes ist halt, dass er alles mögliche auslösen kann. Vor meiner Diagnose hatte ich zig verschiedene Symptome, die einzeln alles mögliche hätten sein können. Am Ende wars halt zu viel Zucker im Blut. Aber was dieser alles auslösen kann ... ist natürlich dann schwierig, die Ursache zu klären. Von einem studierten Fachmann dürfte man aber erwarten, dass er sich nicht grad mit dem Naheliegendsten, in unserem Fall also unserer Stoffwechselstörung, zufrieden gibt.

Snowboarder83
hat kommentiert 20 März 2019
2 0

Ich hab gewisse Lücken in meiner Erinnerung und hatte anfangs als das Diabetes neu hatte viele tiefe Werte und das meistens zwei bis drei Mal in der Woche aus diesem Grund wollte der Diabetologen das ich Dexcom 4 anschaffe und meinte ich soll mal Testen bevor ich gleich nein sage zu allen neuen. Also sagte ich ja und hatte keine tiefe Werte in dieser Zeit und ich musste dieses Ding nicht mehr tragen nur klar ist es super Sache aber bin nicht der Typ wo so Sachen in sich stecht. Hatte auch anfangs Probleme mit den Nadel und das in die Finger stechen doch nur kurze Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und bin halt ein sehr grosses Gewohnheitstier und immer skeptisch zu neuen Sachen. Am Morgen konnte ich mich schon einige Mal nicht mehr erinnern was ich schon gemacht habe oder noch nicht. Das hab ich gemeint. @Martin_Ruegge 

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Andreas53
hat kommentiert 20 März 2019
4 0

Man kann sich aus X Gründen Sorgen machen, man kann auch Angst haben davor, was schon mal Leute umgebracht hat, vor diversen Krankheiten, Unfällen, Terroranschlägen, Überfällen etc. etc. Es ist uns allen frei überlassen, ob wir in Angst leben wollen oder ob wir das Leben geniessen. Das Leben IST lebensgefährlich und endet garantiert tödlich. Aber hilft es, in Sorgen und Angst zu leben? Mir genügt es, sich dann mit etwas zu beschäftigen, wenn es existent ist, so bleibt mir viel mehr Zeit für Genuss. Ich kannte auch jemand, xxx sich mit Insulin umbringen wollte. Die Person war Nichtdiabetiker. War kurz im Spital, dort wurde der Person anscheinend mitgeteilt, dass es viel mehr brauche und die Chance grösser sei, einen bleibenden Schaden zu erleiden, als daran zu sterben, er/sie solle es aber nicht mehr tun. Dieser Mensch lebt noch, ist jetzt so Mitte/Ende 50. Also, geniesst das Leben, macht jeden Tag das Beste draus. 

@Andreas53

 

Franziska
Franziska
hat kommentiert 22 März 2019
2 0

Fabiano schreibt:

@Snowboarder83 

Ich verstehe eine Ängste und Sorgen sehr gut. 

Was ich dir persönlich raten und empfehlen kann ist folgendes:

  • Lies nicht zuviel solche Horrorgeschichten im Internet. Vieles davon ist nicht wahr bzw. masslos übertrieben. Schon wenn man nur bei Google "Oberbauchschmerzen" eingibt, kommt als erstes "Bauchspeicheldrüsenkrebs" heraus, obwohl es 100 andere, viel wahrscheinlichere Gründe dafür gibt, weisst du wie ich meine?
  • Ich trage ja seit geraumer Zeit den Dexcom G6 und dort gibt es wirklich eine wunderbare (sorry Roche ) Funktion, welche dir auf alle Fälle etwas mehr Sicherheit in der Nacht geben kann und zwar die Funktion "bald niederiger Wert"

 

Manchmal fällt der Gewebeglukosespiegel schnell. Die neue Warnung „bald niedriger Wert (dringend)“ beim Dexcom G6 informiert Sie 20 Minuten im Voraus, bevor Sie 3,1 mmol/l (55 mg/dl) erreichen, damit Sie schnell reagieren können, um ein potenziell schweres hypoglykämisches Ereignis zu vermeiden.

Ich habe das in der Nacht so programmiert. Du könntest es ja auch während dem Tag mal so einstellen und somit testen, ob das alles auch so funktioniert.

Da ich seit dem tragen des Dexcom nur selten Hypos habe und in der Nacht eher hoch als zu tief bin, habe ich die Alarmfunktion noch nicht viel brauchen müssen (nur 1x, damals hats funktioniert). Aber ich bin überzeugt, dass sie funktioniert.

 

 

Lieber @Fabiano

Musst dich doch nicht entschuldigen - das haben wir bei Eversense XL auch zu bieten 😉.

Zum einen warnt dich der Smart Transmitter mit Vibrationen im Falle einer Hyper- und Hypoglykämie. Das heisst, auch wenn dein Handy mal ausser Reichweite ist, wirst du über die Vibration am Körper direkt auf zu hohe/tiefe Werte aufmerksam gemacht.

Aus deinem Beitrag lese ich, dass du aber auch gerne eine Art «Frühwarnsystem» möchtest – auch diese Funktion können wir bieten und wird sehr geschätzt. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Patienten Broschüre 👇:

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  • Ruedi
Snowboarder83
hat kommentiert 22 März 2019
1 0

@Franziska Danke für die Infos.

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Fabiano
Fabiano
hat kommentiert 22 März 2019
3 0

@Franziska 

Habe nicht sagen wollen, dass Roche das nicht auch (an)bietet. Bin hierfür viel zu wenig informiert.

Aber du weisst ja, wir sind alle Gewohnheitstiere und was halt gut läuft wird nicht geändert

Aber du weisst ja, für welches "Grätli" von Roche ich mich sehr interessieren würde

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