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Blutzuckermessung

Thema: Erste Schritte in der Community

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  • Neuster Beitrag 21 September 2017
Ringly hat kommentiert 30 August 2016 1 0

Ich bin seit 16 Jahren Diabetiker. Seit damals mass ich meinen Blutzucker mit 4 Werten pro Tag (1 Messtag pro Woche), nämlich morgens nüchtern, vor dem Mittagessen, 2 Std. postprandial (nach dem Essen) und vor dem Abendessen. Das bereitete mir gewisse Probleme, etwa wenn Brunches oder grosse Abendessen angesagt waren. Diesen Frühling war ich wegen einer Elektrolyten-Entgleisung hospitalisiert. Seit damals messe ich nun 3mal wöchentlich: an einem Tag nüchtern und 1 1/2 h nach dem Essen, dasselbe an andern Tagen (ich habe Montag - Mittwoch - Freitag festgesetzt) am Mittag und am Abend. Es befreit mich innerlich, und ich glaube nun auch, eine bessere Übersicht über meine Werte zu haben, auch wenn ich mich nun teilweise mit grösseren Werten zu befassen habe.

Haben andere User auch schon ähnliche Beobachtungen gemacht?

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Peter4402 hat kommentiert 30 August 2016 2 0

Die propagierten Mess-Schemata basieren aug Durchschnittswerten. Zudem braucht es einen geregelten Tagesablauf und einen Körper, welcher sich auch daran hält!

Entsprechen gibtes auch unterschiedliche Therapien. Bei manchen genügt eine Anpassung der Ernährung und vielleicht mehr Bewegung. Andere können mit Tabletten behandelt werden und bei manchen geht es nur mit Insulin.

Solang du nicht mit Insulin behandelt wirst, zahlt die KK normalerweise nur 400 Tests im Jahr.

Der BZ-Verlauf ist aber schon unterschiedlich, wenn du unter Stress stehst, da sind die Hormone verändert und das beeinflusst den BZ. Bewegung und Krankheit haben auch einen grossen Einfluss.

Die 2h nach dem Essen sind auch ein Durchschnittswert, normalerweise hat man dort die Spitze.

Nun haben aber manche Medikemente auch einen Einfluss auf die Verdauung, bzw. Darmflora und dies kann die Spitze, vor allem bei stärkehaltiger Nahrung, diese wird durch die Darmflora in Zucker umgewandelt, auch um eine Stunde oder mehr verschieben. Andere Medikamente wiederum "betäuben" die darmflora, wodurch die Spitze kleiner wird, aber auch zu Verdauungsproblemen führen können.

Ich werde seit bals 7 jahren behandelt. Anfangs habe ich 1-2 mal jede 1/4 Stunde den Zuckerverlauf nach dem Essen gemessen und zu sehen wie der so bei mir verläuft. Da ich boch andere Erkrankungen habe, hat jede Änderung bei den Medikamenten auch oft eine Änderung beim BZ zur Folge :-( Da muss ich dann mindestens das Insulin mit anpassen. Auch macht es einen Unterschied, welche Medikamente ich vor oder nach dem Essen nehme. Da ist bei jedem Wechsel etwas Experimentieren angesagt, bis alles wieder rund läuft.

Zudem hat mein Körper so 3-4 "Betriebsmodie". Diese schalten oft von einem Tag auf den anderen um, meist so alle 2-3 Monate.

So richtig "nett" dabei ist, dass das Insulin dann angepasst werden muss. Zwischen den Extremen liegt etwa ein Faktor 2 bei der Insulin-Dosis. Das braucht dann wieder ein paar Tage, bis die passende Dosis gefunden ist, entsprechen muss ich den BZ auch täglich mehrfach messen.

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Nadine hat kommentiert 01 September 2016 0 0

Ich bin seit 16 Jahren Diabetiker. Seit damals mass ich meinen Blutzucker mit 4 Werten pro Tag (1 Messtag pro Woche), nämlich morgens nüchtern, vor dem Mittagessen, 2 Std. postprandial (nach dem Essen) und vor dem Abendessen. Das bereitete mir gewisse Probleme, etwa wenn Brunches oder grosse Abendessen angesagt waren. Diesen Frühling war ich wegen einer Elektrolyten-Entgleisung hospitalisiert. Seit damals messe ich nun 3mal wöchentlich: an einem Tag nüchtern und 1 1/2 h nach dem Essen, dasselbe an andern Tagen (ich habe Montag - Mittwoch - Freitag festgesetzt) am Mittag und am Abend. Es befreit mich innerlich, und ich glaube nun auch, eine bessere Übersicht über meine Werte zu haben, auch wenn ich mich nun teilweise mit grösseren Werten zu befassen habe.

Haben andere User auch schon ähnliche Beobachtungen gemacht?

 

Lieber Ringly

Ein herzliches Willkommen in der mein-blutzucker.ch Community auch von meiner Seite. Toll, dass du einen besseren Weg gefunden hast die Übersicht über deine Werte zu behalten! 

Nadine

Ringly hat kommentiert 22 September 2016 1 0

Hallo Nadine

Deine nette Aufnahme freut mich. Und ich will selber nicht gleich mit der "Tür ins Haus" fahren. Wie gesagt, bin ich seit 16 Jahren Diabetiker, medizinisch gut "untermauert", mit regelmässigen Kontrollen usw. Seit meiner Medikationsänderung gehts mir sehr gut, und ich bin recht leistungsfähig. Mit meiner Messung bin ich - wie gesagt - sehr zufrieden, und ich denke, auch das ordentliche Herbstwetter tut das seine hinzu. Nebst dem Blutzucker habe ich noch einige andere hormonelle Probleme medikamentös, z. T. auch physisch zu bewältigen, aber in der Regel funktionierts ganz gut.

Ich freue mich, über diese Seite zu neuen Kontakten zu kommen!

Allen liebe Grüsse und einen guten Herbst

Jürg B.

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Ringo_Starr hat kommentiert 22 April 2017 0 0

Hallo zusammen!

Ich bin neu "völliger" Diabetiker, d. h. ich spritze nun nach einem festgelegten Plan Insulin (neben Tabletten, die aber nach und nach abgesetzt werden). Was ich interessant finde. Eben seit - nunmehr 17 Jahren - Diabetiker, habe ich - auch bei anderen Prozederes - immer wieder von PatientInnen gehört & gelesen, die sich vor dem Essen und nach der Blutzuckermessung eine klar definierte Menge Insulin(e - bei mir sinds 2 Präparate -) aus dem Pen spritzen.

Eigentlich interessiert mich, wieso mein Facharzt erst nach so langer Zeit auf diese Lösung gekommen ist, an die ich und mein Körper sich sehr schnell gewöhnt haben (vor Ostern habe ich damit begonnen). Nachdem ich diese Methode eben aus der Literatur eigentlich als die "gewöhnliche" angenommen habe. Kann mir jemand da näher Auskunft geben? Danke!

Kochmeister3000 hat kommentiert 22 April 2017 0 0

Festgelegte Mengen sind jetzt nicht so das, was man in der modernen Diabetes-Therapie macht. Denn fixe Mengen bedingen auch einen fixen Bedarf. Das funktioniert, wenn ich jeden Tag dieselbe Menge Kohlenhydrate esse. Was aber, wenns an einem Tag nur Salat gibt und am nächsten gehts zur Pizza-Party? Sowas ist gut, wenn man neu dabei ist und sich mit der Krankheit erstmal etwas anfreunden muss. Dann lohnen solch starre Spritzschemata. Hatte ich auch nach der Diagnose.

Irgendwann merkt man aber, dass man die Insulinmenge auf die Essmenge anpassen kann, soll. Und muss sich dann lediglich merken, wie viel Insulin man für die Menge Kohlenhydrate spritzen muss.

 

Andrea hat kommentiert 27 April 2017 0 0

Lieber Ringo_Starr


Herzlich willkommen in der Community. Klingt nach einer spannenden Umstellung in deinem Leben. Ich hoffe Kochmeister konnte dir weiterhelfen? 
Fabian hat in einem anderen Beitrag gefragt, ob der Diabetes im Leben präsent ist. Eventuell hast du Lust mit ihm darüber zu diskutieren? Ich würde mich auf jeden Fall freuen noch mehr von dir zu lesen. 

Liebe Grüsse
Andrea

Ringo_Starr hat kommentiert 21 September 2017 0 0

Auswirkungen der Insulin-Dosis auf die Messwerte?

Hallo zusammen!

Wieder einmal melde ich mich mit einem etwas anderen Problem der Messung. Seit kurzem habe ich vom Arzt verordnet meine Insulinmenge (Levemir und NovoRapid) etwas zurückgesetzt und messe seitdem abends Werte, die ich mich nicht gewohnt war. Ich spritze Levemir (lang wirkendes Insulin) und NovoRapid nur am Morgen, mittags und abends NovoRapid. Ist es möglich, dass Levemir so seinen Peak hat und gegen Abend der Spiegel absinkt? Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Besten Dank für eure Antworten!

Und liebe Grüsse

Ringo Starr

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