Teilen auf

Blut- und Organspende mit Diabetes

Thema: Aus dem Alltag

  • 7
  • 195
  • Neuster Beitrag 14 August 2019
Nadine
Nadine
hat kommentiert 08 August 2019
3 0

Als ich grad auf folgendes, sehr ausführliches Interview gestossen bin, ist mir aufgefallen, dass wir das Thema Blut- und Organspende in der Community noch gar nicht hatten...?!

Dr. med. Klüter erklärt im Beitrag, wieso Blutspenden für Typ 1 Diabetesbetroffene nicht geht, Organspenden jedoch schon. Wusstet ihr das? Es geht hier vor allem um den Spenderschutz..

Übrigens, auch unser Blogger @klaeui hat sich hier auch schon dazu geäussert - ist zwar schon ein Weilchen her, aber wohl nicht minder aktuell. 

Was ist eure Meinung zum ganzen Thema?

Sortieren nach Standard | Neueste | Beliebteste
Kochmeister3000
hat kommentiert 08 August 2019
2 0

Wusste ich, finde ich schade. Vor der Krankheit war ich schlecht auf Nadeln zu sprechen. Und habe deshalb nie gespendet. Jetzt, wo man mich pieksen könnte, wie man will, darf ich nicht mehr. Aber so sei es ...

  • Gefällt
  • abcDE123
  • Ruedi
Fabiano
Fabiano
hat kommentiert 09 August 2019
4 0

Ich bin ganz deiner Meinung, lieber @Kochmeister3000 .

Das Thema Blutspende hatten wir schon mal, nur weiss das die liebe @Nadine nicht  mehr Das mit der Organspende wusste ich aber nicht....

Noch zum Thema Blutspende: Der Arzt sagt, wir Typ1er düfen v.a wegem dem Selbsschutz nicht Blut spenden und nicht weil unser Blut nicht gut sei. Wer findet auch, dass diese Erklärung einwenig schwach ist? Ich glaube die haben vielmehr Angst davor, dass falls es mal zu Komplikationen kommen sollte (bei einer Spende) und dann herauskommt, dass das Blut von einem Diabetiker stammte, es dann zu einem medialen Aufschrei und unzähligen Gerichtsfällen kommt. Wie wir ja wissen, ist der Diabetes immer schuld!

Kochmeister3000
hat kommentiert 09 August 2019
4 0

Das mit dem Eigenschutz ist auch aus meiner Sicht eine Schutzbehauptung. Ich kann mir vorstellen, dass beim Blut, wo es noch genug Alternativen gibt (auch wenn die Vorräte manchmal sehr knapp sind), strenger bewertet wird als bei Organen. Wenn jemand dringend eine Leber braucht, wird er auch die eines Diabetikers nehmen. Wenn er davon Haarausfall und Diabetes kriegt, ists noch immer besser als die Alternative. Diese Dringlichkeit ist beim Blut wohl (noch) nicht gegeben.

Allgemein wird beim Blut meiner Meinung nach sehr streng aussortiert, wer nicht spenden darf.

Countryside2020
hat kommentiert 09 August 2019
2 0

Das wurde mir nach dem ich ein halbes Jahr Diabetes hatte so kommuniziert das wir Diabetiker kein Blutspenden dürfen und nachrückfrage hiess es dann:

 

  • ·         Typ-I-Diabetiker sind insulinpflichtig und dürfen daher kein Blut spenden. Ein Grund dafür ist, dass die Gefahr für Blutzuckerentgleisungen beim Spender steigt. Aber auch beim Spendeempfänger kann es durch das Insulin im gespendeten Blut zu Nebenwirkungen kommen, die den meist bereits geschwächten Empfängern zusätzlichen Schaden zufügen könnten.
  • ·         Typ-II-Diabetiker können bei einer guten Blutzuckereinstellung und bei der Einnahme von Tabletten zur Blutspende zugelassen werden. Wenn aber Insulin oder ein anderes Antidiabetikum injiziert werden muss, sind auch die Typ-II-Diabetiker von der Blutspende ausgeschlossen.

 

Blutspende und Diabetes: Diese Regelung gilt:

  • ·        Sind Sie Typ 1 Diabetiker, sind Sie vom Blutspenden generell ausgeschlossen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie mit Insulin oder Tabletten eingestellt sind.
  • ·        Grund für den Ausschluss ist die Möglichkeit, dass neben der genetischen Disposition vermutlich auch infektiöse Einflüsse und Autoimmunprozesse eine Rolle bei der Erkrankung spielen.
  • ·        Ferner besteht bei diesen Diabetikern aufgrund der regelmäßigen Injektionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei Stress kann es zudem zu Blutzuckerentgleisungen kommen.
  • ·        Das Verbot bei insulinpflichtigem Diabetes zum Blutspenden dient also sowohl dem Schutz des Empfängers als auch dem des Spenders.
  • ·        Diabetiker vom Typ 2 dürfen Blut spenden, solange sie diätetisch gut eingestellt sind und die Blutzuckerwerte regelmäßig kontrolliert werden. Sobald Insulin gespritzt werden muss, werden aber auch Typ 2 Diabetiker vom Blutspenden ausgeschlossen.

  • Gefällt
  • Nadine
  • abcDE123
abcDE123
hat kommentiert 12 August 2019
4 0

Ich spende mittlerweile schon über 40 Jahre regelmässig Blut. Sie nehmen es immer gerne, vorallem da ich eine eher seltene Blutgruppe habe. Vor jeder Spende wird man ärztlich befragt und abgecheckt. Dann wird das Blut auch noch im Labor untersucht bevor die gemachte Blutspende verwendet wird. Jetzt darf ich noch spenden, ab 70 Jahren ist dann Schluss. Organspenden, da kenn ich mich gar nicht aus, aber ich denke im dringenden Notfall wird auch ein Organ von uns Diabetikern verwendet. Ausser der Bauchspeicheldrüse ist doch eigentlich alles "brauchbar", nehme ich mal an. In Japan züchten sie ja Schweine mit menschlichen Genen, für Transplantationen. Die nicht verwendeten Fleischstücke geraten vielleicht, das weiss ich nicht so genau, in die Metzgerei zum Verzehr. Vielleicht gibt es ja auch "Diabetikersöili". Nicht auszudenken, wenn beim Grillieren ein Caramelduft um die Nase schleicht.

Ruedi
hat kommentiert 13 August 2019
1 0

Ich habe jahrelang Blut gespendet und  nur in letzter Zeit ein paar Jahre offen gelassen, doch als ich im Frühjahr hier in Sursee wieder Blut spenden wollte, da ich ja inzwischen kein Insulin nehmen muss, erwähnte ich, dass ich Diabetiker Typ 2 bin, sofort verdüsterte sich das Gesicht der Rotkreuzfrau und dann fragte sie mich, wann ich das letzte Mal Blut gespendet hätte, darauf folgt die Frage, wie alt sind sie jetzt. Als ich ihr mein Alter nannte, eruhr ich dass ich schon zu alt sei für's Spenden. Innerlich dachte ich bei mir, ja soweit her mit dem Mangel an Blutkonserven kann es demnach noch nicht sein. Aber mit der Person darüber zu streiten, dazu fehlt mir die Zeit und der Wille!

Da kam mir die Geschichte wieder in den Sinn, die ich vor euîniger Zeit gehört hatte, als eine ältere Person eine Operation machern sollte, beschied ihr der Arzt, in dem Alter lohne sich eine Operation nicht mehr................

Soweit sind wir nun also gekommen!

  • Gefällt
  • abcDE123
abcDE123
hat kommentiert 14 August 2019
1 0

Lieber Ruedi, die Reaktion der Rotkreuzfrau stimmt mich nachdenklich (was in seltenen Fällen auch bei mir vorkommt). Beim Fragebogen muss man ja die Medikamente, die man einnimmt, bekannt geben, ebenso den Langzeitwert Hba1. Mich hat sie bis anhin nie wegen meinem Diabetes abgewiesen. Ich finde das schon arrogant und überheblich, aber was will man. Streiten würde ich auch nicht, wozu...Wegen dem Blutspenden machen sie bei uns immer viel Werbung und schicken uns sogar den Fragebogen, mit der Einladung, vorgängig ins Haus. Auch beim Spenden betonen sie immer, wie froh und dankbar sie sind für jede Spende.

Selber schuld, wenn sie auf deinen besonderen Saft verzichten! Jawoll!! Nimms nicht tragisch.

  • Gefällt
  • Ruedi
Close